Peptidrezeptorradiotherapie (PRRT) bei neuroendokrinen Tumoren (NET)

NET sind zwar relativ seltene Tumoren haben aber oft die Eigenschaft spezielle Hormone zu produzieren und freizusetzen, die erhebliche klinische Symptome hervorrufen können. Sollten Sie an einem derartigen metastasierten Tumor leiden (z.B. Karzinoid, Insulinom, Gastrinom, Vipom etc.), kann die rezeptorvermittelte Radiopeptidtherapie additiv zu der Standardtherapie (Operation, lokale Behandlungsverfahren, Biotherapie mit Sandostatin/Interferon, Chemotherapie) eine neue, viel versprechende Therapieoption darstellen.

 

Eine Besonderheit der NET ist, dass sie spezielle Rezeptoren an ihrer Zelloberfläche tragen, die als Andockstelle für das Hormon Somatostatin dienen. Die stark erhöhte Dichte dieser Somatostatinrezeptoren (SSTR) an den Tumorzellen macht diese Tumoren der nuklearmedizinischen Diagnostik [siehe PET/CT mit Ga-68-DOTA-TATE] und Therapie gut zugänglich. Das Prinzip der rezeptorvermittelten Radiopeptidtherapie beruht auf der Verabreichung therapeutisch wirksamer Beta-Strahler (Yttrium-90 oder Lutetium-177), die an Somatostatinanaloga (Peptide wie DOTA-TOC oder DOTA-TATE) gebunden sind. Die Gabe dieser Substanzen ermöglicht eine interne Strahlentherapie, die selektiv auf die Tumorzellen wirkt und das gesunde Gewebe weitgehend schont.

 

Nach den gängigen Strahlenschutzbestimmungen ist nach der Radiopeptidtherapie ein mindestens 48-stündiger Aufenthalt auf einer nuklearmedizinischen Therapiestation vorgeschrieben. Die Therapie kann in mehreren Zyklen erfolgen. Vor jedem Zyklus werden der SSTR-Besatz der Tumormanifestationen, die Nierenfunktion und die bis dahin erzielten Organdosen überprüft. Nach der Therapie sollten regelmäßige Verlaufskontrollen mit Sonographie, PET/CT und Nierenszintigraphie erfolgen.

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