Bauchspeicheldrüse (Pankreas)

Neuroendokrine Tumore (NET) des Pankreas, sogenannte PNET, sind selten und machen nur drei Prozent aller pankreatischen Tumoren aus. Man unterscheidet hormonaktive von hormoninaktiven PNET, wobei hormonaktive PNET meist in einem früheren Stadium entdeckt werden. Dies liegt daran, daß die Patienten aufgrund der Überproduktion unterschiedlicher Hormone (Insulin, Gastrin, Vasointestinales Peptid, Glucagon, Somatostatin, Serotonin) rasch entsprechende Symptome entwickeln. Hormoninaktive Tumoren präsentieren sich hingegen jedoch oft erst in einem späteren Stadium, da spezifische Symptome durch Hormonüberproduktion ausbleiben und unspezifische Symptome wie Oberbauchbeschwerden und Gewichtsverlust im Vordergrund stehen.

 

Primäre, örtlich begrenzte PNET werden in der Regel vollständig reseziert. Beim etwaigen Auftreten einer zusätzlichen Metastase wird diese ebenfalls versucht im Gesunden zu resezieren. Sollte dies nicht der Fall sein, wird ggf. ein Tumorreduktion (Debulkingoperation) und eine systemische Therapie angestrebt.

Abhängig von der genauen Lokalisation des neuroendokrinen Tumors in der Bauchspeicheldrüse, entscheidet sich das Ausmaß der Resektion:

 

Befindet sich der Tumor im Kopf der Bauchspeicheldrüse oder im sogenannten Processus uncinatus, einem hakenförmigen Fortsatz des Pankreaskopfes, so wird der Bauchspeicheldrüsenkopf, der Zwölffingerdarm, der Hauptgallengang, die Gallenblase und Anteile des Magens entfernt (sogenannte Operation nach Kausch-Whipple). Heutzutage wird vermehrt eine Variante dieser Operation angewandt, bei welcher der Magen mit dem Magenpförtner (Pylorus) erhalten bleibt (sogenannte pyloruserhaltende Pankreatoduodenektomie).

 

Befindet sich der Tumor im Bauchspeicheldrüsenkörper oder im Schwanz der Bauchspeicheldrüse, so führen wir eine sogenannte distale Pankreatektomie durch, welche die Entfernung sowohl des Bauchspeicheldrüsenkörpers als auch des Schwanzes beinhaltet. Wenn von einem bösartigen Tumor ausgegangen wird, muss hierbei auch die Milz entfernt werden.

 

Befinden sich mehrere Tumorläsionen in der Bauchspeicheldrüse verteilt, so führen wir eine totale Pankreatektomie durch, welche die komplette Entfernung der Bauchspeicheldrüse beinhaltet.

Bei all diesen Operationen streben wir ein minimal-invasives Operationsverfahren (MIC; „Schlüssellochchirurgie“) sowie ein standardisiertes perioperatives Betreuungskonzept (ERAS) an. Hierdurch kommt es zu einem reduzierten operativen Trauma und einer schnelleren Rekonvaleszenz bei optimalem Outcome für unsere Patienten.

Quellen:

 

- www.uptodate.com, 11.12.2017

 

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