PSMA PET/CT bei Prostatakarzinom

Was ist eine PSMA-PET/CT?

Die PSMA PET/CT ist eine moderne, hochempfindliche Methode für Patienten mit Prostatakarzinom zur Diagnose von Metastasen und zur Lokalisation von Tumorherden im Falle eines Wiederauftretens des Tumors nach Prostataoperation oder nach einer Bestrahlung der Prostata. Auch zur Planung und Kontrolle von spezifischen Therapien ist die PSMA PET/CT sehr gut geeignet.

 

Wie funktioniert die PSMA-PET/CT?

Das Prostata-spezifische Membranantigen (PSMA) ist ein Eiweiß das hauptsächlich auf Prostatakarzinomzellen vorkommt. Auf gesunden Prostatazellen und anderen Gewebestrukturen findet sich dieses Oberflächeneiweiß hingegen nur selten/in geringerer Konzentration. Daher eignet sich PSMA sehr gut, um zwischen gesunden Strukturen und Tumorgewebe zu unterscheiden. In der Nuklearmedizin werden radioaktiv markierte Arzneimittel verwendet, welche spezifisch über das Schlüssel-Schloss-Prinzip an das PSMA binden. Mittels einer PET/CT Untersuchung kann dies sichtbar gemacht werden und so zwischen gesunden Gewebestrukturen und Prostatakarzinomzellen unterschieden werden.

 

Bei jeder PET/CT-Untersuchung wird gleichzeitig eine Computertomographie (CT) durchgeführt. Diese dient der exakten örtlichen Zuordnung des PET-Befundes.

 

Indikationen der 68Ga-PSMA-PET/CT – wer profitiert von der Untersuchung?

 

1. PSA-Rezidiv

Meist normalisiert sich der PSA-Wert nach der OP eines Prostatakarzinoms. Oft steigt das PSA dann aber im Verlauf trotz optimaler Operation wieder an. Es tritt ein sog. PSA-Rezidiv auf. In dieser Situation müssen Arzt und Patient über die weiteren Behandlungsweg entscheiden. Bei manchen Patienten ist auch ein abwartendes Verhalten möglich/sinnvoll. Eine genaue Kenntnis der Ausbreitung der Erkrankung ist deshalb die Voraussetzung einer regelrechten Therapieplanung. Mit Hilfe der PSMA-PET/CT Untersuchung kann schnell und effektiv die Ursache des PSA-Anstieges festgestellt und die Ausbreitung der Erkrankung bestimmt werden. Dabei ist das PSMA PET spezifischer und sensitiver als die vor einigen Jahren noch standardmäßig verwendete Cholin-PET/CT Untersuchung. Studien haben gezeigt, dass selbst bei nur sehr niedrig erhöhtem PSA-Wert die PSMA-PET/CT bereits Aufschluss über die Tumorsituation geben kann. Im Gegensatz zur MRT Untersuchung wird in den meisten Fällen nicht nur ein Bereich des Körpers, sondern der gesamte Körper untersucht.

 

2. Therapieplanung und Kontrolle

Bei Patienten mit bekannter Metastasierung ist es wichtig, den Erfolg von Therapien zu objektivieren. Anstieg oder Rückgang des PSA-Wertes bieten hier einen guten Anhaltspunkt. Das Ansprechen an bestimmten Lokalisationen, wie z. B. schmerzhaften Metastasen kann durch den PSA-Wert nicht beurteilt werden. Die PSMA-PET/CT ermöglicht eine Beurteilung des Fortschreitens des Tumorgeschehens in jeder einzelnen Metastase. Hierdurch kann der Arzt beurteilen, ob zusätzliche Therapieoptionen, wie eine Strahlentherapie, erforderlich sind. Bei manchen Therapien ist es entscheidend vor der Behandlung die Art und Lage der Metastasen zu bestimmen. Bei der Xofigo-Therapie für Knochenmetastasen müssen vorher Weichteilmetastasen ausgeschlossen werden, dies erfolgt am sichersten mit der PSMA-PET/CT Untersuchung. Auch für die Planung einer Therapie mit 177Lu-PSMA ist eine PSMA-PET/CT im Vorfeld erforderlich.

 

Wie läuft eine PSMA-PET/CT Untersuchung ab?

Die PSMA-PET/CT läuft vom Prinzip her genau wie andere PET Untersuchungen ab. Sie ist jedoch einfacher zu planen, da im Gegensatz zur FDG-PET der Zuckerspiegel für die Aufnahme keine Rolle spielt. Patienten müssen daher für diese Untersuchung nicht nüchtern sein. Zum allgemeinen Ablauf einer PET-Untersuchung finden Sie mehr Informationen auf unserer Homepage im Kapitel FDG PET/CT.

 

Wie kann man sich zur PSMA-PET/CT anmelden?

Die Anmeldung zur PSMA PET/CT erfolgt auf Veranlassung Ihres primär behandelnden Facharztes (z.B. Urologe) oder über Ihren Hausarzt. Dieser kann sich bei Bedarf jederzeit telefonisch mit uns in Verbindung setzen. Das Anmeldeformular für die PSMA PET/CT-Untersuchung kann von unserer Homepage heruntergeladen werden und ausgefüllt per Fax zugesendet werden. Wir nehmen anschließend mit Ihnen persönlich Kontakt auf zur Terminvereinbarung und besprechen im Vorfeld mit Ihnen die nötigen Vorbereitungen für die Untersuchung.

 

Wenn Sie Fragen zur PSMA PET/CT haben, können Sie auch gerne selbst mit uns telefonisch Kontakt aufnehmen.

 

Was ist vor der PSMA PET/CT-Untersuchung zu beachten?

· Sie dürfen am Untersuchungstag morgens ein leichtes Frühstück zu sich nehmen.

 · Bitte rufen Sie am Werktag (Mo-Fr) vor der Untersuchung bei uns an, um Ihren Termin zu bestätigen. Dies sollte bis 11:00 Uhr morgens unter folgender Telefonnummer geschehen: 0228-287-11088. Sollte ihr Anruf nicht erfolgen wird für Sie kein radioaktives Arzneimittel hergestellt und die Untersuchung ist für diesen Tag hinfällig.

 

· Falls Sie Unterlagen (Arztbriefe, radiologische Untersuchungen, Labor, etc.) zu Hause haben, bitten wir Sie, diese mitzubringen.

 

Befundabfrage

Mo. - Fr.: 08:00 Uhr - 16:00 Uhr

Tel.: +49 (0)228 / 287 - 11089

Fax: +49 (0) 228 / 287-16615

anmeldungnuklearmedizin@ukbonn.de

Terminvergabe


Bitte vereinbaren Sie telefonisch einen Termin.

Schilddrüsenambulanz:
Tel.: +49 (0) 228 / 287-16171

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PET/CT:
Tel.: +49 (0) 228 / 287 - 11088
Fax: +49 (0) 228 / 287-16207

Konventionelle Szintigraphie:
Tel.: +49 (0) 228 / 287-16171

Therapie-Sekretariat:
Tel.: +49 (0) 228 / 287-16974

Fax: +49 (0) 228 / 287-19057

Therapiestation Winkler:
Tel.: +49 (0) 228 / 287-16855
Fax: +49 (0) 228 / 287-19107

 

Oberarztsekretariat: S. Döbeling

Tel.: 0228 / 287 - 16181

Fax: 0228 / 287 - 19057

 

Die Anmeldung erfolgt im Haus 21 (Nuklearmedizin)

 

Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin

Universitätsklinikum Bonn

Venusberg-Campus 1

Gebäude 21

53127 Bonn

 

Lageplan_DINA4_2019-04-01_QRC.pdf
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