Lungenszintigrafie – sicherer Ausschluss einer Lungenembolie

Blutgerinnsel in der Lungenarterie. Bei einer Lungenembolie wird eine Lungenarterie durch ein Blutgerinnsel verschossen. Dadurch kommt das Blut nicht mehr ausreichend mit der Atemluft in Kontakt und die Gewebe können nicht mehr mit lebenswichtigem Sauerstoff versorgt werden. Eine lebensbedrohliche Situation!


Risiko eine Lungenembolie zu erleiden. Bei den meisten Menschen ist das Risiko eine Lungenembolie zu erleiden gering. In bestimmten Situationen kann es jedoch höher sein, z.B. bei

• Tiefer Bein- oder Beckenvenen-Thrombose

• Nach langen Flugreisen

• Bei langer Immobilisation im Krankenhaus

• Nach Operationen

• Bei Tumorerkrankungen

• Einigen anderen physiologischen und krankhaften Zuständen


Verdacht auf Lungenembolie. Vorliegen von Risikofaktoren, Luftnot, Schmerzen und weitere Beschwerden führen zum Verdacht auf Lungenembolie. Labortests sind häufig nicht allein zielführend. Die empfindlichste Methode zum Ausschluss oder Nachweis einer Lungenembolie ist die Lungenszintigrafie, die bei etwas höherem Zeitaufwand mehr Sicherheit bietet als eine CT! Für die Szintigrafie wird kein Kontrastmittel benötigt und kann deshalb auch angewendet werden, wenn

• Die Nieren geschädigt oder empfindlich ist

• Eine Kontrastmittel-Allergie vorliegt


Wie läuft die Untersuchung ab? Wir stellen die Atmung und die Lungendurchblutung in der Bildgebung dar. Die Atmung wird nach Inhalation von „Technegas“ untersucht, das schwach radioaktiv ist und dessen Verteilung in der Lunge mit unseren Gamma- und SPECT-Kameras gut verfolgt werden kann. In einem zweiten Schritt wird die Lungendurchblutung untersucht. Dafür werden schwach radioaktive Eiweisspartikel gespritzt und deren Verteilung in der Lunge verfolgt. Bei einer Lungenembolie sind in beatmeten Lungenteilen keine Eiweisspartikel sichtbar!


Wer profitiert von einer Lungenszintigrafie? Es profitieren vor allem Patienten bei denen ein Verdacht besteht und eine Lungenembolie ausgeschlossen werden soll. Die Untersuchung kann dann ggf. ambulant erfolgen. Wenn es jedoch sehr schnell gehen muss mit der Diagnose, weil der Patient in einem schlechten Zustand ist, z. B. auf einer Intensivstation, ist häufig eine CT-Untersuchung vorzuziehen.

 

Nach der Szintigrafie wurde das Blutgerinnsel medikamentös aufgelöst, der Patient erholte sich schnell.

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