Lymphabstromszintigraphie (Sentinel-Lymphnode-Darstellung)

Allgemeines

 

Das Lymphsystem transportiert ähnlich dem Blutkreislauf Lymphflüssigkeit mit. Die Lymphknoten sind eine Art Filter, die körperfremde Stoffe, zum Beispiel Bakterien "abfangen" und eine immunologische Antwort hervorrufen. Die Lymphabstromszintigraphie dient zur Ermittlung des Abtransportes der Lymphflüssigkeit in die Lymphknotenstationen einer bestimmten Körperregion.

Funktionsweise

 

Bei Tumorerkrankungen können in den Lymphgefäßen Tumorzellen in die Lymphknoten verschleppt werden, worauf sich Tochtergeschwülste (Metastasen) bilden können. Auch kleine Eiweißpartikel werden mit der Lymphflüssigkeit abtransportiert und in den Lymphknoten zurückgehalten. Dies wird bei der Lymphabstomszintigraphie ausgenutzt, indem die Eiweißpartikel radioaktiv markiert werden und um den Tumor (zum Beispiel Brustkrebsherd) eingespritzt werden. Mit der Gamma-Kamera kann man dann den Abstrom vom Tumor zu den Lymphknoten verfolgen.

 

Auswertung

Eventuell sind Aufnahmen zu verschiedenen Untersuchungszeitpunkten erforderlich. Die uns zur Verfügung stehende SPECT-CT-Technik ermöglicht die punktgenaue Überlagerung der szintigraphischen Aktivitätsanreicherung mit der Anatomie des Körpers. Die erste Lymphknotenstation im Abflussgebiet des jeweiligen Tumors wird Sentinel-Lymphknoten genannt. Daraus resultiert die Bezeichnung Sentinel-Node-Szintigraphie.

 

Vor einer Tumoroperation erhält der Operateur mit dieser Untersuchung die Information über die Lage des Sentinel-Lymphknotens. Diese Lymphknotenregion kann dann bei der Operation entfernt und anschließend von Pathologen auf Tumorzellen untersucht werden.

Daten und Fakten

Untersuchungsdauer

1,5 bis 4 Stunden

Vorbereitung

keine

Nebenwirkungen

keine

   

Terminvergabe

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