Nierenfunktionsszintigraphie

Allgemeines

Die Nuklearmedizin bietet unterschiedliche Methoden der szintigraphischen Nierenuntersuchung. Die jeweilige Fragestellung bestimmt die Untersuchungsart, den Untersuchungsablauf und das dazu erforderliche Radiopharmakon. Aufgrund der äußerst geringen Strahlenbelastung ist diese Methode bei Kindern die am häufigsten angewendete nuklearmedizinische Untersuchung.

Funktionsweise

Bei der "normalen" Nierenszintigraphie wird mit Hilfe eines tubulär sezenierenden Radiopharmakons die Gewebs- und Ausscheidungsfunktion (Exkretion) der Nieren untersucht. Hierbei erfolgen die seitengetrennte Überprüfung der Nierenfunktion, die Clearance-Messung und die Beurteilung des Abflussverhaltens.

Bei zusätzlicher Gabe eines harntreibenden Medikamentes (Lasix®) kann zwischen einer funktionellen und einer obstruktiven Abflussstörung unterschieden und die urodynamische Relevanz dieser Störung beurteilt werden. Bei Verdacht auf eine einseitige Nierenarterienstenose (Engstelle in der Nierenarterie) als Ursache einer Hypertonie, kann eine hämodynamische Relevanz dieser Stenose ermittelt werden, wenn die zusätzliche Gabe eines ACE-Hemmers erfolgt. Der ACE-Hemmer (Captopril) inhibiert (aktiviert) dabei einen physiologischen Kompensationsmechanismus, der die uneingeschränkte Funktion der minderperfundierten (mangelhaft durchbluteten) Niere bis zu einem gewissen Grad aufrecht erhält.

 

Die Nierenszintigraphie mit einem tubulär gespeicherten Radiopharmakon (Dimercaptobernsteinsäure) wird zur detaillierten Darstellung von Parenchymnekrosen und zur exakten Bestimmung der seitengetrennten Funktionsanteile (insbesondere Restfunktion bei einseitig sehr schlechter Nierenfunktion) eingesetzt.

Daten und Fakten

Daten und Fakten

Untersuchungsdauer

Ca. 1,5 Stunden

Vorbereitung

Keine Kontrastmitteluntersuchung 3 bis 7 Tage zuvor

Besonderheiten

Bei der Belastungsszintigraphie bei der Frage einer eventuell vorhandenen Nierenarterienstenose: Absetzen von ACE-Hemmern, Calcium- und AT-2-Rezeptor-Antagonisten einige Tage vor der Untersuchung entsprechend ihrer Halbwertzeit

Nebenwirkungen

keine

Strahlenexposition

0,3 mSv

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