Positronen-Emissions-Tomografie (PET) – molekulare Bildgebung bei Krebs, Alzheimer und schweren Entzündungen

Was ist eine PET-Untersuchung?
Die PET macht krankhafte Stoffwechselvorgänge sichtbar. Winzige Mengen radioaktiven Zuckers (Fluor-Deoxy-Glukose, FDG) reichen aus um den gesteigerten Traubenzuckerstoffwechsel in Tumoren nachzuweisen. Dadurch kann die Aktivität des bösartigen Gewebes beurteilt und selbst kleinste Herde sichtbar gemacht werden. Manche Tumore sind nur mit dieser Methode sichtbar. Bei der Diagnostik der Alzheimererkrankung wird nach Bereichen mit reduziertem Traubenzuckerstoffwechsel im Gehirn gesucht.

 

Neben dem radioaktiven Zucker stehen auch andere molekulare Sonden zur Charakterisierung des Tumorgewebes zur Verfügung, z. B. radioaktiv markierte Somatostatin-Analoga (zur Diagnostik neuroendokriner Tumore), Aminosäuren (zur Diagnostik von Hirntumoren) oder Fluor-Cholin und Ga-68-PSMA (Prostatakarzinom). Für die PET/CT wird das Stoffwechselbild mit einer Computertomografie überlagert, um die Stoffwechselveränderungen exakt räumlich zuordnen zu können.

 

Wer profitiert von einer PET oder PET/CT Untersuchung?
Die PET wird zur Ausbreitungsdiagnostik (staging) zahlreicher Tumore eingesetzt. Oft wird auch der Primärtumor erst durch die PET entdeckt (CUP Syndrom, „Cancer of unknown primary“). Am häufigsten sind:

 

• Bronchialkarzinom

• Brustkrebs

• Darmkrebs

• Neuroendokrine Tumoren

• Malignes Melanom

• Maligne Lymphome (Hodgkin und Non-Hodgkin Lymphom)

• Prostatakarzinom

• Tumore des Gehirns

• Meningiome

• Bauchspeicheldrüsenkrebs

 

Nicht jeder Patient mit diesen Erkrankungen braucht eine PET. Ob Sie von einer PET-Untersuchung profitieren kann Ihr behandelnder Onkologe beurteilen. Natürlich können Sie auch jederzeit bei uns nachfragen, wir beraten Sie gerne unverbindlich. Falls Sie Patient am Centrum für Integrierte Onkologie der Universität Bonn (CIO) sind wird die Indikation für Ihr PET im Tumorboard interdiziplinär besprochen; auch das Ergebnis und seine Konsequenzen für die Behandlung werden wir dann mit allen Experten des CIO diskutieren.

 

Wie läuft eine PET-Untersuchung ab?
Über den Ablauf der PET informieren Sie unsere MTAs und Ärzte im Vorfeld der Untersuchung auf jeden Fall persönlich. Da ein zu hoher Blutzuckerspiegel die Untersuchung stört müssen Sie nüchtern kommen. Nach dem Gespräch mit dem Nuklearmediziner wird Ihnen eine winzige Menge radioaktiven Zuckers injiziert. Anschließend dürfen Sie für ca. 1 Stunde in unserem Ruhebereich Platz nehmen, damit der Zucker aus dem Blut ins Gewebe aufgenommen werden kann. Dann beginnt die eigentliche Untersuchung. Manchen Patienten wird noch ein Röntgenkontrastmittel gespritzt. Die Untersuchung dauert ca. 20 – 30 Minuten, je nach Fragestellung und Patient.

Anmeldung zur PET – Zusammenarbeit mit dem behandelnden Onkologen
Meistens erfolgt die Anmeldung zur PET auf Veranlassung Ihres behandelnden Onkologen. Dieser kann sich jederzeit telefonisch oder per e-mail mit uns in Verbindung setzen. Er kann auch die Anmeldeformulare für die jeweilige PET-Untersuchung von dieser Homepage herunterladen und ausgefüllt zu uns zu faxen. Wir nehmen dann mit Ihnen Kontakt auf und vereinbaren einen Termin mit Ihnen persönlich. Meist sind Wunschtermine möglich. Wir besprechen dann auch im Vorfeld den Ablauf der Untersuchung mit Ihnen ganz genau. Falls Sie nicht in Behandlung bei einem Onkologen sind kann Sie selbstverständlich auch ein anderer Arzt bei uns anmelden, oder Sie nehmen direkt Kontakt mit uns auf.

Winzige Knochenmetastase eines Prostatakarzinomes im 18F-Cholin PET. Der Patient konnte aufgrund des Befundes behandelt werden.

 

Anmeldeformulare für die verschiedenen PET/CT- Untersuchungen, die Ihr Arzt ausfüllen sollte, finden Sie unter Ärzteinformationen.

 

Terminvergabe

Bitte vereinbaren Sie telefonisch einen Termin.

Schilddrüsenambulanz:
Tel.: +49 (0) 228 / 287-16171

Fax: +49 (0) 228 / 287-16615

PET/CT:
Tel.: +49 (0) 228 / 287 - 11088
Fax: +49 (0) 228 / 287-16207

Konventionelle Szintigraphie:
Tel.: +49 (0) 228 / 287-16171

Therapie-Sekretariat:
Tel.: +49 (0) 228 / 287-16974

Fax: +49 (0) 228 / 287-19057

Therapiestation Winkler:
Tel.: +49 (0) 228 / 287-16855
Fax: +49 (0) 228 / 287-19107

 

Befundabfrage:

Mo. - Do.: 08:00 Uhr - 16:00 Uhr

Fr.: 08:00 Uhr - 13:00 Uhr

Tel.: +49 (0)228 / 287 - 15181

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Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin

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